Am 29. September 2011 diskutierten

zum Thema: "Die Alten sind die Lösung, nicht das Problem! Generationengerechtigkeit jenseits von Verteilungskonflikten."

Prof. Dr. h. c. Lothar Späth
  1. Prof. Dr. h. c. Lothar Späth

  2. Deutscher Politiker (CDU) und Manager
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Juli Zeh
  1. Juli Zeh

  2. Deutsche Juristin und Schriftstellerin
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Wolfgang Gründinger
  1. Wolfgang Gründinger 

  2. Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
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Die Veranstaltung moderierte

Hans-Michael Besig
  1. Hans-Michael Besig

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Impressionen der Veranstaltung

Themenhintergrund

Martialische Metaphern und markige Sprüche kennzeichnen die Diskussion um Generationengerechtigkeit.  Vom Krieg ist die Rede, aber auch von der 68er Generation, die "endlich die silbernen Löffel abgeben soll". Gerade in Deutschland ist auf Grund der demographischen Entwicklung einerseits und des "solidarischen" Rentensystems andererseits eine Situation entstanden, in denen sich vor allem junge Menschen benachteiligt fühlen. Sie sollen bis 69 arbeiten, um dann Ruhestandsgelder zu bekommen, die deutlich niedriger liegen als das, was die heutigen Rentner bekommen.
 
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen setzt sich dafür ein, dass die Nachrückenden nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial mit den Vorgängergenerationen gleichgestellt werden. Denn die Folgen der Atomkraft sind ein ebenso wenig verantwortbares Erbe für künftige Jahrgänge wie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.
 
In Der Generationen-Pakt drehen Lothar Späth und sein Ko-Autor Herbert Henzler den Spieß um. Statt die leidige Geld-Diskussion fortzuführen, plädieren sie für eine Zweitwährung, nämlich Zeit. "Es kann nicht dabei bleiben", schreiben sie im Vorwort ihres Buches, "dass der Genuss der gewonnenen Lebensjahre privat ist und die Finanzierung der Kosten öffentlich". Warum nicht die Altersgrenze des Rentenbeginns nach oben flexibel halten, warum nicht die rüstigen Älteren als Helfer einspannen, die pro Stunde Arbeitszeit eine Stunde gut geschrieben bekommen für den Fall, dass sie selber Hilfe benötigen?
 
Aber wenn es um Generationengerechtigkeit geht, sind nicht nur die Alten gefordert. Gerade jetzt, wo die Wehrpflicht abgeschafft worden ist: Warum nicht ein soziales Dienstjahr für junge Menschen, was auch den Vorteil der Geschlechtergerechtigkeit mit sich bringen würde? Denn bisher wurden nur junge Männer zur Wehrpflicht bzw. zum Ersatzdienst eingezogen. Und: Wie gehen Literaten mit dem Thema des Alterns um, jenseits von platten Etikettierungen wie Generation Golf und Generation Praktikum? Wie sehen die Sinn- und Lebenskrisen aus, kann zunehmendes Alter auch Erlösung bedeuten?
 
Um diese und ähnliche Fragen geht es in der Podiumsdiskussion "Die Alten sind die Lösung, nicht das Problem!"

Das Thesenpapier von Kaevan Gazdar zur Podiumsdiskussion steht ab sofort zum Download bereit.

NEU NEU NEU  - Das Booklet zur Podiumsdiskussion steht hier für Sie zum Download bereit.

Rückblick zur Veranstaltung vom 6. April 2011

"Schafft sich Deutschland ab – oder entwickelt es sich weiter?

Roland BergerBuchhandlung Hugendubel