Mühsam gewonnen, schnell zerronnen -
Richtet die Mediengesellschaft vorschnell über Reputation und Lebenswerk?

Die Mediengesellschaft richtet Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nicht nur auf der Grundlage von Steuerbetrug oder Vorladung durch die Staatsanwaltschaft. Eine falsche Metapher, eine unbedachte Geste – und schon bekommen Wirtschaftsführer, aber auch Politiker, einen Stempel aufgesetzt, dem sie danach kaum entkommen können. Man bedenke die Langzeitwirkung des Erdnuss-Wortes bzw. des Siegeszeichens. Ist das ungerecht, charakteristisch für die Sprengkraft der Medien? Oder entlarven sie nur das Wirkliche und dienen somit als Korrektiv?

Aber auch die Welt der Kultur und der Religion unterliegt den Gesetzmäßigkeiten der Mediengesellschaft, wie die scharfe Kritik an das Oberhaupt der katholischen Kirche Benedikt XVI. und das Eingeständnis des Papstes, Fehler gemacht zu haben, zeigt. Es fragt sich in diesem Zusammenhang: Misst die Gesellschaft mit gleicher Elle? Oder profitiert die Welt des Geistes immer noch unverhältnismäßig von einem "Dichter und Denker"-Bonus? Und: Findet im Zeichen der Finanzkrise ein Wertewandel statt? Wird künftig die Gerechtigkeitsfrage eine zentrale Rolle in der Einschätzung von persönlichen Leistungen spielen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion "Mühsam gewonnen, schnell zerronnen."

Podiumsdiskussion am 16. Juni 2009, Beginn 18:30 Uhr in den HighLight Towers München

Es diskutierten auf dem Podium:

Ralf-Dieter BrunowskyRalf-Dieter Brunowsky
Autor
ehem. Chefredakteur Capital
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Michael JürgsMichael Jürgs
Autor, Journalist
ehem. Chefredakteur Stern
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Prof. Dr. Hans Mathias KepplingerProf. Dr. Hans Mathias Kepplinger
Professor für empirische Kommunikationsforschung
Universität Mainz
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Dr. Detlef SchneidawindDr. Detlef Schneidawind
ehem. Vorstandsmitglied
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
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Die Veranstaltung moderiert:

Hans-Michael Besig
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Roland BergerBuchhandlung Hugendubel